BOBBY PRIME

Viel zu selten komme ich dazu, die Nachrichten in meinem Postfach abzuarbeiten. Dieses Mal hat es sich gelohnt, denn so bin ich auf BOBBY PRIME gestoßen.

Eben jener hat letzten Freitag sein Album „Scherbenkaleidoskop“ rausgebracht, dass mich so begeistert hat, dass ich ihn euch zeitnah vorstellen wollte. In einer schnelllebigen und konsum-orientierten Welt lädt sein Album im Kontrast dazu zum innehalten, durchatmen und zuhören ein.

Was mir besonders gefällt: er überzeugt nicht nur durch feine Lyrik und starkes Storytelling, sondern liefert auch technisch ab. Unterschiedliche Tempi, vielseitige Flows. Der Mann versteht sein Handwerk.

Die Auskopplung „Kintsugi” macht mich schon im letzten Jahr auf Bobby Prime aufmerksam. Der Name beschreibt die Technik, zerbrochene Dinge mit Lack zu restaurieren und die Risse mit Gold zu verzieren. Dieses starke Bild transportiert er auch raptechnisch mit der Beschreibung des eigenen Scheiterns und wieder Aufstehens.

Ob Endzeitszenarien, Stimmen im Kopf oder Totentanz.. Auf dem Album nimmt uns Bobby Prime mit in sein Gedankenlabyrinth, das durch eine schwierige persönliche Zeit melancholisch geprägt ist. Entstanden ist ein rundes Werk mit Tiefgang und Technik.

Es ist Zeit euch ein paar Tracks von Bobby Prime in die Underrated Deutschrap Playlist zu packen!

Du bist auf den Geschmack gekommen? Alle bereits vorgestellten Underrated Deutschrap Künstler*innen findest du hier.

Zusätzliche Infos zu BOBBY PRIME:

Musikalische Heimat: Nürnberg
Erwähnenswertes aus der Diskographie:

Anspieltipps:
„kintsugi“ (auf „Scherbenkaleidoskop”)
„stimmen“ (auf „Scherbenkaleidoskop”)
„specialist“ (auf „Scherbenkaleidoskop”)

Alben:
„Scherbenkaleidoskop” (2024)

Social Media:
Instagram: @bobbydprime